Ist das noch Handwerk?

Internationalität, Diversität, Digitalisierung, Humanität: Begriffe, die nicht nur in Richtung Zukunft weisen, sondern auch das moderne Handwerk widerspiegeln. In Japan, Kanada und Mexiko arbeiten – die Walz rund um die Welt macht es möglich. Männer, Frauen und Roboter als Kollegen zu haben, gehört dank Digitalisierung dazu. Gesellschaftliche Werte zu schaffen und zu vermitteln, ist an der Tagesordnung. Ist das noch Handwerk? Zu den gängigen Vorstellungen passt dieses Bild nicht. Zu Unrecht. Denn international, digital und vielfältig ist die Arbeit von rund 5,5 Millionen Handwerkerinnen und Handwerkern in Deutschland schon jetzt. Das Handwerk als Branche entwickelt sich stetig weiter, es ist innovativ, zukunftsgewandt – und längst im 21. Jahrhundert angekommen. Die Auszubildenden, Gesellen und Meister von heute beflügeln tradierte Werte und bringen damit die ganze Branche voran. Das Handwerk ist ein wichtiger Treiber für die Wirtschaft in Deutschland. Um dieses Bild auch in der Gesellschaft zu verankern, steht die Imagekampagne des Zentralverbands des Deutschen Handwerks 2019 ganz im Zeichen der Modernität. Fünf Kampagnenbotschafter mit Wurzeln im Handwerk zeigen dafür beispielhaft, wie sich einer der ältesten Wirtschaftsbereiche von innen heraus verändert und stetig neu erfindet. Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka etwa steht für den Pioniergeist im Handwerk, weil er, wie viele andere Handwerker, mit seinem eigenen Produkt bisherige Grenzen überschreitet, technisch wie geografisch. Tischlermeisterin Johanna Röh verkörpert die Internationalität im Handwerk – vier Jahre lang war sie in den verschiedensten Ländern der Welt auf der Walz. Und Kosmetikerin Antonia Ramb nutzt ihren Beruf und soziale Medien, um sich für mehr Diversität einzusetzen. Während Tischler und Architekt Gunnar Bloss den technologischen Fortschritt aufzeigt, indem er mit dessen Hilfe Ideen Realität werden lässt, steht Bestatter Eric Wrede für das sinnstiftende und gesellschaftsrelevante Arbeiten im Handwerk. Jeder von ihnen bildet mit seiner persönlichen Geschichte einen anderen Aspekt handwerklicher Modernität ab, u. a. auf Plakatmotiven und in Spots für TV und Social Media. Sie zeigen: Ja, das ist noch Handwerk!

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