Festabend des Handwerks

Das Barometer für das Handwerk in Waldeck-Frankenberg zeigt noch immer Sonnenschein

Es ist der jährliche Glanzpunkt im Terminkalender der Kreishandwerkerschaft und zeigt Jahr für Jahr, wie erfolgreich und beständig die Arbeit in den Mitgliedsbetrieben ist. Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze zeigte sich stolz, dass anders als in der Industrie das Konjunkturbarometer im Handwerk weiter Sonnenschein anzeige.

Er wies aber auch auf aktuelle Probleme wie Dieselfahrverbot, Bürokratisierung und Datenschutz hin, auf Fachkräftemangel oder die mühsame Suche nach einem Betriebsnachfolger: alles Dauerthemen für das Handwerk. „Herausforderungen müssen im Wortsinn gemeistert werden“ stellte Mütze aber klar und freute sich, dass die Politik zumindest in zwölf Berufen den Wegfall der Meisterpflicht rückgängig machen will.

„Der Meisterbrief ist die Befähigung, ein Unternehmen fachlich und betriebswirtschaftlich zu führen“, unterstrich Mütze und verwies auf die Wichtigkeit der persönlichen Verantwortung. „Wo der Unternehmer ein Gesicht hat, selbst hinter der Theke oder der Werkbank steht, muss sich der Verbraucher am wenigsten Sorgen machen“.

Der Präsident der Handwerkskammer Kassel Heinrich Gringel stellte bei seinem Grußwort die Rückkehr zur Meisterpflicht in den Mittelpunkt und gab zahlreiche Beispiele für deren Wichtigkeit. „Die Politik merkt erst beim Reparieren, wie die Dinge funktionieren. Im Handwerk wäre da der Betrieb schon dicht“, merkte er im Hinblick auf 15-jährige „meisterfreie Zeit“ in vielen Branchen kritisch an.

Unser Foto zeigt die Jubilare mit Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl von der Kreishandwerkerschaft und Heinrich Gringel Präsident der Handwerkskammer Kassel (von links zweite Reihe).

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