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Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg

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Staffelholz nach 6 Jahren weitergereicht

Artikel vom: 22. Juni 2017

Karl-Martin Füllgraf übergibt die Obermeister-Funktion an Willi Mitze und sein Führungsteam. Künftig nur noch ein Prüfungsausschuss für den Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Korbach. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Tischler-Innung Waldeck-Frankenberg wurde der geplante Führungswechsel vollzogen: Aus Altersgründen übergab Karl-Martin Füllgraf aus Bad Arolsen, der sich künftig mehr der Kommunalpolitik widmen möchte und zum Ehrenobermeister gewählt wurde, den Vorstandsvorsitz der Innung (Obermeister) an den 54-jährigen Basdorfer Schreinermeister Willi Mitze, der bisher schon stellv. Obermeister war. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Walter Hartmann aus Frankenberg und Meik Syring (Odershausen) sowie Friedrich Behlen aus Welleringhausen. Alle Stellvertreter erhalten wie Minister die fachliche Zuständigkeit für bestimmte Ressorts, die sie verantworten werden. Erste Gratulanten waren Hermann Hubing vom Hessischen Tischlerverband (LIV), die bald mit dem Verband aus Rheinland-Pfalz fusionieren werden und Wahlleiter Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Neu im Innungsvorstand ist Kai Bressler aus Ederbringhausen vertreten. Nach über zwei Jahrzehnten Tätigkeit im Gesellenprüfungsausschuss übergab auch Wolfgang Führer aus Korbach sein Amt als Arbeitgebervertreter im Prüfungsausschuss anden Marienhagener Tischlermeister Matthias Kubat und wurde zum Ehrenmeister der Innung gewählt. Die Innung verzichtete aufgrund der Entwicklung der Lehrlingszahlen aus Kostengründen auf die Wahl von zwei Prüfungsausschüssen, sondern bestimmte nur noch ein gemeinsames Gremium für den Berufsnachwuchs, dem Vertreter aus dem gesamten Landkreis angehören werden. An der sehr guten Zusammenarbeit mit beiden Beruflichen Schulen soll und wird sich nichts ändern, erläuterte Innungsgeschäftsführer der Gerhard Brühl, zugleich auch Geschäftsführer des Prüfungsausschusses. Auch die Ausstellung der Gesellenstücke in Korbach und Frankenberg soll beibehalten werden.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit im abgelaufenen Jahr bildet die Arbeit rund um den Berufsnachwuchs. Trotz aller Bemühungen der rund 80 Mitgliedsbetriebe sind jedoch die Lehrlingszahlen rückläufig. Im Bundesweiten Vergleich sind sie in den vergangenen 15 Jahren um über 50% Prozent gesunken. Dies bereitet den Betrieben aufgrund der demografischen Entwicklung große Sorgen. Meik Syring wird künftig die Nachwuchsarbeit und den Bereich Social Media federführend betreuen. Die Beteiligung an den beiden großen Berufsmessen in Korbach und Frankenberg hatte nicht den erhofften Erfolg gebracht.
Hermann Hubing erläuterte die Entwicklungen auf Verbandsebene und die Vorteile der Fusion mit den Kollegen aus Rheinland-Pfalz.
Anfang Juli soll darüber abgestimmt werden. Der Vorstand der Innung Waldeck-Frankenberg sprach sich für die Fusion aus, wohlwissend, dass Tagungen und Sitzungen dann nicht nur an der Holzfachschule in Bad Wildungen stattfinden werden, sondern auch an Rhein und Mosel.
Die Bau- und Möbeltischler befinden sich in einer guten betriebswirtschaftlichen Verfassung. Auch im Jahr 2017 rechnet die Branche aufgrund der guten Auftragslage mit guten Erträgen, die aus der schwungvollen Baukonjunktur und dem positiven Konsumklima resultieren. Die Betriebsstruktur ist stark kleinbetrieblich und unternehmergeführt strukturiert: Fast zwei Drittel der Betriebe beschäftigt weniger als 5 Mitarbeiter.

Unser Foto zeigt von links: stv. Obermeister Walter Hartmann, Ehrenobermeister Karl-Martin Füllgraf, Geschäftsführer LIV Hermann Hubing, Obermeister Willi Mitze, Geschäftsführer Gerhard Brühl, die stv. Obermeister Meik Syring und Friedrich Behlen sowie Ehrenmeister Wolfgang Führer.


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